Architektur für Haustiere – Gesa Vertes berichtet über tierfreundliche Innenräume

4.8
(8)

Gesa Vertes zeigt, wie Räume so gestaltet werden können, dass Menschen und Haustiere gleichermaßen profitieren.

Immer mehr Menschen leben mit Haustieren – und das beeinflusst auch die Gestaltung ihrer Wohnungen und Häuser. Tierfreundliche Innenarchitektur berücksichtigt die Bedürfnisse von Hund, Katze & Co., wie Gesa Vertes in ihren Beobachtungen darlegt. Sie zeigt, wie Design und Funktion kombiniert werden, um Räume zu schaffen, die für alle Bewohner:innen angenehm sind.

Haustiere sind längst Familienmitglieder, und ihre Bedürfnisse haben erheblichen Einfluss auf die Raumgestaltung. Innenarchitektur muss nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional sein, um tiergerechte Lebensräume zu ermöglichen, wie Gesa Vertes erläutert. Sie verdeutlicht, dass die Gestaltung von Wohnräumen heute weit über rein menschliche Bedürfnisse hinausgeht. Das bedeutet: kratzfeste Materialien, sichere Möbel, gut platzierte Rückzugsorte und funktionale Zonen, die Mensch und Tier gleichermaßen gerecht werden.

Haustiere als Mitbewohner:innen

Haustiere haben unterschiedliche Ansprüche an den Raum, die bei der Planung sorgfältig berücksichtigt werden müssen. Gesa Vertes beschreibt, dass Katzen erhöhte Flächen und Aussichtspunkte lieben, von denen aus sie ihr Territorium überblicken können. Hunde brauchen ausreichend Bewegungsfreiheit und soziale Nähe zu ihren Menschen. Kleintiere benötigen geschützte Rückzugsorte, in denen sie sich sicher und geborgen fühlen.

Gesa von Vertes hebt hervor, dass schon historische Bauweisen auf Tiere Rücksicht nahmen – vom integrierten Stall im Bauernhaus bis zu den durchdachten Gehöften traditioneller Kulturen. Die heutige Innenarchitektur interpretiert dieses alte Wissen auf moderne Weise neu und passt es an zeitgenössische Wohnformen und urbane Lebensstile an.

Die Herausforderung besteht darin, die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere zu verstehen und intelligent in die Raumgestaltung zu integrieren. Katzen sind vertikale Jäger, die gerne klettern und von erhöhten Positionen aus beobachten. Hunde sind Rudeltiere, die die Nähe ihrer Menschen suchen, aber auch eigene Ruhezonen benötigen, in die sie sich zurückziehen können.

Auch die unterschiedlichen Größen und Rassen spielen eine wichtige Rolle. Ein Chihuahua hat völlig andere Anforderungen als eine Dogge, eine Wohnungskatze andere als ein Freigänger. Diese Vielfalt macht die tierfreundliche Innenarchitektur zu einem komplexen, aber äußerst spannenden und lohnenden Feld.

Grundprinzipien tierfreundlicher Innenarchitektur

Bei der Gestaltung tierfreundlicher Räume gelten mehrere zentrale Prinzipien, die miteinander harmonieren müssen:

  • Materialwahl: Robuste, pflegeleichte Oberflächen, die Krallen und Zähnen standhalten und leicht zu reinigen sind
  • Rückzugsorte: Höhlen, Podeste oder Körbe, die sich harmonisch in die Einrichtung integrieren
  • Bewegungsflächen: Genügend Platz für Spiel und Bewegung, ohne die Funktionalität für Menschen einzuschränken
  • Sicherheit: Vermeidung von giftigen Pflanzen, scharfen Kanten oder instabilen Möbeln
  • Integration: Haustiermöbel, die funktional sind und gleichzeitig ästhetisch wirken

Vertes hebt hervor, dass Räume dann wirklich gelungen sind, wenn sie allen Bewohner:innen – auch den tierischen – gerecht werden. Diese inklusive Perspektive prägt zunehmend die moderne Innenarchitektur und verändert grundlegend die Art, wie wir über Wohnräume nachdenken.

Designideen für Katzen und Hunde

Katzen bevorzugen erhöhte Ebenen und versteckte Beobachtungsposten, von denen aus sie das Geschehen verfolgen können. Gesa Vertes berichtet von innovativen Projekten, in denen Wände mit integrierten Regalsystemen ausgestattet wurden, die Katzen als vertikale Kletterlandschaft nutzen können. Diese Elemente können gleichzeitig als Bücherregale oder Dekorationsflächen dienen und verbinden so Funktionalität mit ansprechendem Design.

Hunde hingegen benötigen offene Flächen zum Spielen und Toben, aber auch gemütliche Rückzugszonen, die ihnen Sicherheit und Ruhe vermitteln. Gesa Sikorszky Vertes weist darauf hin, dass schon frühe Kulturen Tiere als integralen Teil des häuslichen Lebens verstanden und entsprechend Raum für sie vorgesehen haben. Moderne Innenarchitektur führt dieses Erbe weiter und passt es an heutige Wohnformen und Bedürfnisse an.

Intelligente Lösungen umfassen eingebaute Hundebetten unter Treppen, die sonst ungenutzten Raum optimal ausnutzen, Katzenlaufstege entlang der Wände, die gleichzeitig dekorativ wirken, oder integrierte Futterplätze, die in Küchenmöbel eingelassen sind. Diese Elemente verschwinden nicht einfach, sondern werden zu bewusst gestalteten und wertgeschätzten Teilen des Raumkonzepts.

Auch Spielbereiche können elegant integriert werden. Kratzbäume müssen nicht mehr wie Fremdkörper wirken, sondern können als skulpturale Elemente gestaltet werden. Hundespielzeug findet in speziell entworfenen Aufbewahrungslösungen Platz, die sich nahtlos in die Einrichtung einfügen.

Integration von Haustiermöbeln

Tiermöbel sind längst keine störenden Fremdkörper mehr im Raum. Gesa Vertes beschreibt, dass moderne Designs Tierbetten, Kratzbäume oder sogar Aquarien nahtlos in die Innenarchitektur einbinden. So entsteht eine harmonische Einheit, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional überzeugt und beiden Bewohnern gerecht wird.

Designer entwickeln mittlerweile Kratzbäume, die wie moderne Skulpturen wirken, Katzenhöhlen, die gleichzeitig als elegante Beistelltische dienen, oder Hundekörbchen, die sich in moderne Sofakonzepte integrieren lassen. In einem mit Gesa Vertes stattgefundenen Interview wird deutlich, dass diese Möbel nicht nur praktisch, sondern auch stilvoll sein können und zunehmend als vollwertige Designelemente wahrgenommen und geschätzt werden.

Die Farbwahl spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Integration. Statt leuchtend bunter Plastikprodukte werden natürliche Töne und hochwertige Materialien bevorzugt, die sich harmonisch in das Gesamtkonzept einfügen. Tiermöbel werden so zu selbstverständlichen Elementen der Einrichtung, die das Raumkonzept bereichern statt zu stören.

Nachhaltigkeit und tierfreundliche Architektur

Nachhaltige Materialien spielen auch im tierfreundlichen Wohnen eine zunehmend wichtige Rolle. Vertes erläutert, dass natürliche Stoffe wie Leinen, Wolle oder unbehandeltes Holz nicht nur langlebig und ästhetisch ansprechend, sondern auch gesundheitsverträglich für Tiere sind.

Gesa Vertes, geb. Haerder, verweist darauf, dass Innenarchitektur immer den Kreislauf von Mensch, Tier und Natur berücksichtigen sollte. Nachhaltigkeit bedeutet hier auch, langlebige Lösungen zu schaffen, die nicht bei jedem neuen Trend ausgetauscht werden müssen, sondern über Jahre hinweg Bestand haben und dabei ihre Funktion und Schönheit bewahren.

Auch die Vermeidung von Schadstoffen ist zentral für die Gesundheit der Tiere. Haustiere verbringen viel Zeit in Bodennähe und haben oft intensiveren Kontakt zu Materialien als Menschen. Schadstofffreie Lacke, ungiftige Pflanzen und natürliche Textilien schützen ihre Gesundheit und tragen wesentlich zum Wohlbefinden bei.

Gesa Vertes über zukunftsfähiges Wohnen

Die Zukunft der tierfreundlichen Innenarchitektur liegt in der noch weiteren Integration. Gesa von Vertessieht einen klaren Trend zu Räumen, die von Anfang an für Mensch und Tier gemeinsam geplant werden, nicht als nachträgliche Anpassung oder notwendiger Kompromiss.

Smart-Home-Technologie könnte künftig auch Tierbedürfnisse intelligent berücksichtigen – automatische Futterausgaben zu festgelegten Zeiten, klimatisierte Rückzugsorte, die sich an die Jahreszeit anpassen, oder Türen, die Haustiere selbstständig öffnen können. Diese technologischen Entwicklungen versprechen noch mehr Komfort für alle Bewohner:innen.

Wenn Räume für alle Bewohner funktionieren

Tierfreundliche Innenarchitektur zeigt eindrucksvoll, dass Wohnen mehr ist als reine ästhetische Gestaltung. Es ist ein durchdachtes Zusammenspiel aus Ästhetik, Funktionalität und Rücksichtnahme auf alle Mitbewohner:innen. Am Ende wird klar, dass die Zukunft der Innenarchitektur auch tierische Bedürfnisse ernst nimmt und integriert. Wahre Wohnqualität entsteht erst dann, wenn Räume Mensch und Tier gleichermaßen willkommen heißen, wie Gesa Vertesimmer wieder verdeutlicht.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.8 / 5. Anzahl Bewertungen: 8

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?