Gesa Vertes zeigt, wie unsichtbare Möbel und flexible Gestaltung die Innenarchitektur neu prägen.
Unsichtbare Möbel und wandelbare Räume gehören zu den spannendsten Entwicklungen der modernen Innenarchitektur. Klapptische, versenkbare Betten oder Schrankwände, die zu Arbeitsplätzen werden, eröffnen völlig neue Möglichkeiten. Gesa Vertes gibt Einblicke, wie diese Ideen Funktionalität und Design verbinden – und dabei Freiheit im Alltag schaffen.
In einer Welt, in der Wohnraum knapp und teuer ist, gewinnen wandelbare Konzepte an Bedeutung. Unsichtbare Möbel sind keine Spielerei, sondern eine intelligente Antwort auf die Anforderungen moderner Lebensstile, wie Gesa Vertes erläutert. Sie schaffen Platz, wo wenig vorhanden ist, und verwandeln Räume in Sekundenschnelle. Ein Wohnzimmer, das tagsüber Büro ist, oder ein Schlafzimmer, das abends zur Lounge wird – all das wird möglich, wenn Möbel flexibel gedacht werden.
Inhaltsverzeichnis
Unsichtbare Möbel als Designidee
Unsichtbare Möbel verschwinden, wenn sie nicht gebraucht werden, und tauchen wieder auf, sobald sie benötigt werden. Gesa Vertes beschreibt, dass dieses Prinzip weit über klassische Klappmöbel hinausgeht: Hightech-Lösungen mit integrierter Beleuchtung, smarten Funktionen und automatischer Steuerung sind längst Realität und bereichern den Wohnalltag. Sie weist darauf hin, dass wandelbare Möbel kein völlig neues Phänomen sind. Schon im 18. Jahrhundert gab es multifunktionale Stücke – Sekretäre, die gleichzeitig Schrank und Schreibtisch waren, oder Wandbetten, die tagsüber verschwanden. Moderne Technik entwickelt diese historische Tradition weiter und perfektioniert sie mit zeitgenössischen Materialien, digitaler Steuerung und raffinierter Mechanik.
Die Philosophie dahinter ist radikal und zugleich einleuchtend: Möbel sollen dienen, nicht dominieren. Sie sollen Raum schaffen, nicht einnehmen. Diese Denkweise verändert grundlegend, wie wir über Einrichtung nachdenken – weg vom Statischen, hin zum Dynamischen, vom Besitz zur Funktion. Der urbane Kontext spielt dabei eine wichtige Rolle. In Städten, wo Quadratmeterpreise explodieren, wird jeder gewonnene Zentimeter wertvoll. Unsichtbare Möbel ermöglichen es, auf kleiner Fläche alle Funktionen eines großen Hauses unterzubringen.
Beispiele für unsichtbare Möbel
Die Palette unsichtbarer Möbel ist beeindruckend vielfältig und innovativ:
- Versenkbare Betten: Verschwinden tagsüber elegant in Schränken oder Wänden und schaffen sofort nutzbaren Raum für andere Aktivitäten
- Klapptische: Lassen sich aus Regalen oder Wandpaneelen ausklappen und bieten flexible Arbeitsflächen oder Esstische
- Modulare Sofas: Passen sich flexibel an die Anzahl der Gäste oder wechselnde Bedürfnisse an und lassen sich neu konfigurieren
- Schrankküchen: Kompakte Küchenmodule, die sich komplett schließen lassen und wie ein normaler Schrank verschwinden
- Versteckte Arbeitsplätze: Schreibtische, die im Regal verschwinden und den mentalen Feierabend ermöglichen
Gesa Vertes hebt hervor, dass Möbel nicht statisch gedacht werden sollten, sondern den Alltag der Menschen dynamisch und flexibel begleiten müssen. Jedes Möbelstück sollte sich der Situation anpassen, nicht umgekehrt. Diese Flexibilität schafft nicht nur praktischen Nutzen, sondern auch psychologische Freiheit.
Wandelbare Räume als Konzept
Unsichtbare Möbel sind Teil eines größeren, umfassenden Konzepts: wandelbare Räume. Gesa Vertes berichtet, dass moderne Innenarchitektur Räume nicht mehr nur funktional trennt, sondern als flexible, vielseitig nutzbare Flächen denkt. Mobile Trennwände, verschiebbare Elemente und smarte Steuerungssysteme machen Räume vielseitiger und anpassungsfähiger als je zuvor.
Gesa Sikorszky Vertes hebt hervor, dass wandelbare Architektur vor allem für kleine Wohnungen oder temporäre Lebensmodelle entscheidend ist. In einem Interview, das mit Gesa Vertes geführt wurde, berichtet sie, dass diese Ansätze sich auch auf größere Projekte wie Co-Living-Spaces, Mikroapartments oder öffentliche Räume zu übertragen lassen.
Die Idee dahinter ist revolutionär: Räume werden nicht mehr für eine einzige Funktion optimiert, sondern bleiben für viele verschiedene Nutzungen offen. Ein Raum wird nicht mehr als „Wohnzimmer“ oder „Schlafzimmer“ definiert, sondern als multifunktionaler Lebensraum, der sich den Bedürfnissen des Moments anpasst. Diese Flexibilität ermöglicht auch neue Wohnformen. Menschen können in kleineren Räumen leben, ohne auf Komfort zu verzichten. Jeder Quadratmeter wird effizienter genutzt, was sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll ist.
Vorteile unsichtbarer Möbel
Unsichtbare Möbel schaffen nicht nur physischen Platz, sondern verändern auch die Wahrnehmung von Raum grundlegend. Gesa Vertes beschreibt, dass minimalistische Designs aufgeräumte Umgebungen fördern und nachweislich Stress reduzieren können. Ein leerer Raum wirkt größer, luftiger und beruhigender als ein vollgestellter – diese psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen.
Zudem bieten sie Flexibilität für unterschiedliche Lebenssituationen. Wer im Homeoffice arbeitet, kann denselben Raum abends für Entspannung nutzen. Wer Gäste empfängt, verwandelt das Wohnzimmer in Sekundenschnelle in einen Schlafbereich. Diese Anpassungsfähigkeit ist besonders in Zeiten wichtig, in denen sich Lebensumstände schnell ändern.
Gesa Vertes, geb. Haerder, betont, dass Innenarchitektur sich stets an die Lebensweisen anpassen müsse, nicht umgekehrt. Unsichtbare Möbel stellen eine intelligente Brücke zwischen Komfort, Nachhaltigkeit und Kreativität dar – sie ermöglichen ein besseres Leben auf kleinerem Raum, ohne Kompromisse bei der Lebensqualität.
Technik und Nachhaltigkeit
Moderne unsichtbare Möbel nutzen intelligente Technik, um flexibel und nachhaltig zu sein. Gesa Vertes erklärt, dass Materialien wie recyceltes Holz, leichte Metalle oder multifunktionale Textilien die Basis bilden. Sensoren und smarte Steuerungen erleichtern den Gebrauch und machen unsichtbare Möbel alltagstauglich und benutzerfreundlich.
Besonders spannend sind hydraulische Systeme, die schwere Betten mühelos in Schränke heben, oder elektrische Mechanismen, die Tische auf Knopfdruck ausfahren. Diese Technologien werden zunehmend leiser, zuverlässiger und energieeffizienter. Manche Systeme arbeiten sogar komplett mechanisch, ohne Strom zu benötigen.
Nachhaltigkeit und Funktionalität schließen sich keineswegs aus, sondern verstärken sich gegenseitig. Wer weniger Möbel braucht, weil ein Stück mehrere Funktionen erfüllt, spart wertvolle Ressourcen. Wer auf kleinerem Raum wohnt, reduziert Energieverbrauch für Heizung und Kühlung. Unsichtbare Möbel sind damit nicht nur eine clevere Designidee, sondern Teil einer verantwortungsvollen, zukunftsfähigen Wohnkultur.
Psychologische Aspekte
Die psychologische Wirkung unsichtbarer Möbel ist bemerkenswert und vielschichtig. Gesa Vertes erläutert, dass die Möglichkeit, Räume aktiv zu transformieren, ein starkes Gefühl von Kontrolle und Freiheit vermittelt. Menschen fühlen sich in flexiblen Räumen weniger eingeengt und können ihre Umgebung bewusst gestalten.
Auch die visuelle Ruhe spielt eine wichtige Rolle. Wenn Möbel verschwinden können, wirken Räume aufgeräumter und geordneter. Diese optische Klarheit trägt zur mentalen Entspannung bei und schafft eine Atmosphäre, in der man sich wohler fühlt und besser konzentrieren kann.
Gesa Vertes über zukunftsfähiges Wohnen
Die Zukunft des Wohnens liegt in der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Vertes sieht einen klaren Trend zu Räumen, die sich an Menschen anpassen, nicht umgekehrt. Unsichtbare Möbel sind dabei nur der Anfang – künftig könnten ganze Wände verschiebbar sein oder Räume ihre Größe und Form verändern.
Auch die Integration von Smart-Home-Technologie wird zunehmen. Möbel, die automatisch erkennen, wann sie gebraucht werden, oder Räume, die sich selbst umgestalten – diese Visionen sind nicht mehr weit entfernt und werden schon heute in Pilotprojekten getestet.
Wenn Räume verschwinden und neu entstehen
Unsichtbare Möbel und wandelbare Räume zeigen eindrucksvoll, dass Innenarchitektur dynamisch geworden ist. Sie passen sich an, schaffen Freiraum und eröffnen völlig neue Möglichkeiten für modernes, flexibles Wohnen. Am Ende wird klar: Die Zukunft gehört Räumen, die flexibel sind und Menschen in ihrer Bewegung begleiten. Unsichtbare Möbel sind dabei mehr als ein vorübergehender Trend, sondern sie sind ein neues, spannendes Kapitel der Wohnkultur, wie Gesa Vertes berichtet.




